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    Grundlagen der Fotografie

    Fotografieren bei wenig Licht – so geht’s

    Markus RodemacherBy Markus Rodemacher10. Dezember 2025Keine Kommentare12 Mins Read
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    Fotografieren bei wenig Licht – so geht’s
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    Beim Fotografieren kann wenig Licht schnell zur Herausforderung werden. Ob in den späten Abendstunden, bei einem Dämmerungsspaziergang oder drinnen ohne künstliche Beleuchtung – die Kamera stößt oft an ihre Grenzen. Dennoch lassen sich auch unter schwierigen Lichtbedingungen beeindruckende Aufnahmen erzielen. Mit einigen gezielten Anpassungen der Einstellungen und etwas Know-how erhältst Du stimmungsvolle Fotos, die sogar dunkle Szenen ins rechte Licht rücken.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Erhöhe den ISO-Wert moderat für eine bessere Lichtaufnahme, ohne Bildrauschen zu stark zu erhöhen.
    • Nutze große Blendenöffnungen (kleine f-Zahl), um mehr Licht auf den Sensor zu lassen.
    • Stativ verwenden oder Bildstabilisator einschalten, um Verwacklungen bei langen Belichtungszeiten zu vermeiden.
    • Greife bei schlechtem Licht auf manuellen Fokus zurück, damit das Motiv wirklich scharf abgebildet wird.
    • Fotografiere im RAW-Format, um maximale Flexibilität bei der Nachbearbeitung herauszuholen.

    Geeignete Kameraeinstellungen wie hohe ISO-Werte wählen

    Um bei wenig Licht gute Bilder zu machen, solltest Du geeignete Kameraeinstellungen wählen. Der ISO-Wert spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Wenn Du die ISO-Zahl erhöhst, wird der Sensor Deiner Kamera empfindlicher für Licht. Dadurch erhältst Du auch in dunklen Umgebungen ein helleres Foto. Moderne Kameras kommen inzwischen mit höheren ISO-Werten gut zurecht, ohne dabei starkes Bildrauschen zu erzeugen.

    Trotzdem empfiehlt es sich, den ISO-Wert nicht unnötig hochzustellen, sondern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schärfe und Helligkeit zu finden. Ein moderater Anstieg des ISO-Wertes reicht oft schon aus, um Details sichtbar zu machen. Bei sehr schlechten Lichtverhältnissen kann es aber sinnvoll sein, bis in einen Bereich von ISO 1600 oder sogar höher zu gehen. Viele DSLRs und Systemkameras bieten spezielle Rauschreduzierungsfunktionen, die helfen können, das entstehende Korn im Bild abzumildern.

    Vergiss nicht: Je nach Motiv lohnt es sich, unterschiedliche Einstellungen auszuprobieren. So findest Du heraus, wie viel ISO Deine Kamera verkraftet, bevor die Qualität merklich leidet. Stelle darüber hinaus sicher, dass Du auch andere Parameter wie Blende und Belichtungszeit anpasst, um die besten Ergebnisse bei Schwachlicht zu erzielen.

    Mehr lesen: Weißabgleich erklärt: So wirken Deine Farben natürlich

    Große Blendenöffnung für mehr Lichteinfall nutzen

    Fotografieren bei wenig Licht – so geht’s
    Fotografieren bei wenig Licht – so geht’s

    Ein weiterer wichtiger Trick, um gelungene Fotos bei schwachen Lichtverhältnissen aufzunehmen, ist die Verwendung einer großen Blendenöffnung. Die Blende regelt, wie viel Licht auf den Sensor Deiner Kamera fällt. Je kleiner die Zahl – zum Beispiel f/1.8 oder f/2.0 – desto weiter ist die Blende geöffnet. Durch diese große Öffnung gelangt deutlich mehr Licht zur Kamera, was Dir ermöglicht, auch bei Dunkelheit helle und detailreiche Aufnahmen zu erzielen.

    Gerade lichtstarke Objektive mit geringer Blendenzahl erweisen sich hier als besonders hilfreich. Sie verschaffen Dir mehr Flexibilität beim Fotografieren, da Du die ISO-Werte oft niedriger halten und trotzdem eine kurze Belichtungszeit wählen kannst. Das verringert das Risiko für Bildrauschen sowie Verwacklungen erheblich.

    Neben der Helligkeit beeinflusst die Blendenöffnung auch die Tiefe des Schärfebereichs. Bei einer großen Blende erhältst Du einen attraktiven Hintergrund-Unschärfe-Effekt, das sogenannte Bokeh. So kommen beispielsweise Porträts im schummrigen Licht wunderbar zur Geltung, weil sich das Motiv vom weichen Hintergrund abhebt. Teste ruhig unterschiedliche Einstellungen an Deiner Kamera aus, damit Du ein Gefühl dafür bekommst, wie sich verschiedene Blendenweiten auf Deine Fotos auswirken.

    Stativ verwenden, um Verwacklungen zu verhindern

    Wenn Du bei wenig Licht fotografierst, ist ein Stativ Dein bester Helfer. Schon kleinste Bewegungen der Kamera reichen aus, um die Aufnahme zu verwackeln – gerade bei längeren Belichtungszeiten, die im Dunkeln oft notwendig sind. Ein stabiles Stativ sorgt dafür, dass Deine Kamera vollkommen ruhig steht, selbst wenn Du mehrere Sekunden lang belichten musst.

    Mit einem Stativ kannst Du außerdem niedrigere ISO-Werte und eine geschlossene Blende wählen. Dadurch bleibt das Bildrauschen gering und auch Details in hellen sowie dunklen Bereichen werden klar dargestellt. Perfekt für Landschaftsaufnahmen oder nächtliche Stadtansichten, wo Schärfe besonders entscheidend ist.

    Achte darauf, das Stativ sicher aufzustellen und den Kameraverschluss per Selbstauslöser oder Fernauslöser zu betätigen. So vermeidest Du Erschütterungen durch das Herunterdrücken des Auslösers mit der Hand. Besonders praktisch: Viele moderne Kameras verfügen über einen integrierten Timer, sodass kein Zubehör nötig ist.

    Selbst kleine Tischstative leisten bereits gute Dienste, wenn Du unterwegs bist oder das Fotogepäck leicht bleiben muss. Sie passen nämlich problemlos in jede Tasche und bieten dennoch ausreichend Stabilität, zum Beispiel beim Fotografieren von Stillleben oder schnellen Schnappschüssen am Abend.

    „Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.“ – Gisèle Freund

    Manuellen Fokus statt Autofokus bevorzugen

    Bei schwachem Licht stößt der Autofokus vieler Kameras schnell an seine Grenzen. Die Sensoren haben Schwierigkeiten, Kontraste und Details präzise zu erkennen, was dazu führt, dass das ganze Bild unscharf erscheint oder der Autofokus ständig „pumpt“. Häufig findet die Kamera dann keinen festen Fixpunkt und stellt entweder gar nicht scharf oder landet auf einem beliebigen Punkt im Sucher.

    Du bist in solchen Situationen klar im Vorteil, wenn Du den manuellen Fokus verwendest. Damit entscheidest nur Du selbst, worauf exakt fokussiert werden soll. Gerade bei Motiven mit wenig Licht, wie stimmungsvolle Nachtlandschaften, Kerzenschein oder Straßenszenen bei Dämmerung, erhältst Du so ein sichtbar besseres Ergebnis. So wird das Hauptmotiv klar hervorgehoben und bleibt gestochen scharf, während der Autofokus unter vergleichbaren Bedingungen oft versagt.

    Moderne Kameras unterstützen Dich zusätzlich mit Hilfsmitteln wie Focus Peaking oder einer Lupenfunktion im Live-View-Modus. Diese Funktionen helfen Dir, die perfekte Schärfe einzustellen – sogar bei sehr dunklen Verhältnissen. Damit bekommst Du mehr gestalterische Kontrolle über Deine Fotos, gehst gezielt auf kreative Lichtspiele ein und setzt Akzente genau da, wo sie gewünscht sind. Es lohnt sich also, beim Fotografieren bei wenig Licht möglichst häufig zum manuellen Fokus zu greifen.

    Mehr lesen: RAW vs. JPEG – was Du wirklich wissen musst

    Tipp Nutzen beim Fotografieren bei wenig Licht
    Hohe ISO-Werte verwenden Steigert die Lichtempfindlichkeit des Sensors, ermöglicht hellere Aufnahmen
    Große Blendenöffnung wählen Lässt mehr Licht auf den Sensor, reduziert notwendige Belichtungszeit
    Stativ benutzen Verhindert Verwacklungen bei langen Belichtungszeiten
    Manuellen Fokus nutzen Erleichtert präzises Scharfstellen trotz Dunkelheit
    Externe Lichtquellen einbeziehen Sorgt für zusätzliche Helligkeit und kreative Effekte
    Bildstabilisator aktivieren Reduziert Verwacklungen beim Freihand-Fotografieren
    Längere Belichtungszeit wählen Ermöglicht das Einfangen von mehr Licht für detailreiche Bilder
    RAW-Format einstellen Bietet größere Flexibilität bei der Nachbearbeitung

    Lichtquellen im Umfeld geschickt einsetzen

    Lichtquellen im Umfeld geschickt einsetzen   - Fotografieren bei wenig Licht – so geht’s
    Lichtquellen im Umfeld geschickt einsetzen – Fotografieren bei wenig Licht – so geht’s

    Bei wenig Licht kannst Du durch das geschickte Ausnutzen vorhandener Lichtquellen viel herausholen. Straßenlaternen, Lichterketten, Autoscheinwerfer oder auch der Schein von Kerzen können Deine Fotos spannender machen und für interessante Akzente sorgen. Oft reicht es schon, Dein Motiv in die Nähe einer solchen Lichtquelle zu bringen oder gezielt mit unterschiedlichen Winkeln zu experimentieren. So erhältst Du stimmungsvolle Effekte und vermeidest harte Schatten.

    Auch kleine, mobile Lichtquellen wie Taschenlampen oder das Display eines Smartphones lassen sich nutzen, um gezielt Details hervorzuheben. Gerade beim Fotografieren von Personen kann ein sanft eingesetztes Störlicht im Gesicht für einen natürlichen Teint und glanzvolle Augen sorgen. Achte dabei immer darauf, dass das zusätzliche Licht nicht zu direkt wirkt oder ungewollte Reflexionen entstehen.

    Häufig lohnt es sich zudem, kurze Langzeitbelichtungen auszuprobieren, während jemand mit einer kleinen Lampe durchs Bild läuft. Damit schaffst Du dynamische Lichteffekte und hebst besondere Bereiche Deines Motivs hervor. Ein wenig Kreativität beim Umgang mit Lichtquellen verwandelt auch dunkle Szenen in echte Hingucker.

    Auch interessant: Blitzen oder nicht? Grundlagen der Lichtnutzung

    Bildstabilisator der Kamera aktivieren

    Bildstabilisator der Kamera aktivieren   - Fotografieren bei wenig Licht – so geht’s
    Bildstabilisator der Kamera aktivieren – Fotografieren bei wenig Licht – so geht’s

    Ein wertvolles Hilfsmittel beim Fotografieren in dunklen Umgebungen ist der Bildstabilisator Deiner Kamera. Bei Aufnahmen mit langen Belichtungszeiten oder bei geringer Lichtausbeute unterstützt Dich dieses Feature, indem es kleine, ungewollte Bewegungen ausgleicht. Besonders beim Freihand-Fotografieren macht sich das bemerkbar: Die Bilder wirken deutlich schärfer, selbst wenn Du ganz leicht zitterst oder die Kamera nicht vollkommen ruhig halten kannst.

    Viele aktuelle Kameras und Objektive verfügen bereits über einen integrierten Bildstabilisator – entweder im Gehäuse (IBIS) oder direkt im Objektiv. Oft kannst Du den Stabilisator per Knopfdruck oder im Menü aktivieren. Gerade bei Nachtaufnahmen ersparst Du Dir so manche verwackelte Aufnahme, weil der Stabilisator noch Spielraum für 1-2 zusätzliche Belichtungsstufen schafft. So erzielst Du auch ohne Stativ erstaunlich klare Ergebnisse.

    Vergiss nicht: Auch wenn der Bildstabilisator eine große Hilfe ist, ersetzt er kein Stativ bei extrem langen Belichtungszeiten. Für viele Alltagssituationen reicht sein Effekt jedoch aus, um das Maximum an Schärfe herauszuholen. Probiere ruhig verschiedene Einstellungen aus, um zu sehen, wie stark sich der Unterschied auf Deine Fotos auswirkt. Mit einem aktiven Bildstabilisator bist Du flexibel – egal, ob spontane Straßenszenen am Abend oder stimmungsvolle Momente im Kerzenschein.

    Belichtungszeit verlängern, sofern möglich

    Um bei wenig Licht gelungene Fotos zu erzielen, lohnt es sich oft, die Belichtungszeit zu verlängern. Dadurch kann mehr Licht auf den Kamerasensor treffen und Dein Bild wirkt deutlich heller und detailreicher. Besonders nachts oder in schwach beleuchteten Innenräumen lassen sich so stimmungsvolle Aufnahmen einfangen, ohne dass Du zwangsläufig die ISO-Werte extrem erhöhen musst.

    Achte jedoch darauf, die Kamera so ruhig wie möglich zu halten, damit keine Verwacklungen entstehen. Ein Stativ ist hierbei besonders hilfreich. Wenn kein Stativ zur Hand ist, kannst Du die Kamera notfalls gegen eine stabile Unterlage drücken – schon wenige Sekunden zusätzlicher Belichtung machen einen großen Unterschied.

    Mit längerer Belichtungszeit eröffnest Du Dir außerdem neue kreative Möglichkeiten: Bewegungen im Motiv werden sichtbar – daraus entstehen interessante Unschärfeeffects wie leuchtende Straßenlichter, die sich als bunte Streifen über das Bild ziehen. Nutzst Du diese Technik bewusst, kannst Du mit besonderen Lichteffekten experimentieren und Deinen eigenen Stil entwickeln. Denk immer daran, nach Möglichkeit die kombinierte Verwendung aus langer Belichtungszeit, niedriger ISO-Einstellung und weiter Blendenöffnung auszuprobieren. So erzielst Du tolle Ergebnisse, selbst wenn das Umgebungslicht fehlt.

    RAW-Format für bessere Nachbearbeitung auswählen

    Ein entscheidender Tipp für das Fotografieren bei schwachem Licht ist, dass Du am besten das RAW-Format Deiner Kamera auswählst. Im Gegensatz zum herkömmlichen JPEG-Format speichert RAW
    alle Bildinformationen nahezu verlustfrei ab. Das bietet Dir im Anschluss deutlich mehr Spielraum bei der Bearbeitung am Computer, da Helligkeit, Kontrast und Farben nachträglich besser angepasst werden können.

    Gerade wenn die Lichtsituation nicht ideal ist, entstehen oft Aufnahmen mit zu dunklen Bereichen oder leichtem Rauschen. Mit einem RAW-Bild lässt sich beispielsweise die Belichtung anheben, ohne dass dabei Details verloren gehen oder unschöne Artefakte sichtbar werden. Auch Farbfehler durch künstliches Licht oder gemischte Lichtquellen kannst Du meist mit wenigen Klicks ausgleichen.

    Die Nachbearbeitung von RAW-Dateien ermöglicht es zusätzlich, unerwünschtes Bildrauschen gezielt zu reduzieren und gleichzeitig eine bessere Schärfe herauszuarbeiten. So holst Du aus jedem Foto das Beste heraus – ganz egal, ob Du spontane Szenen in der Abenddämmerung aufnimmst oder kreative Nachtaufnahmen umsetzen möchtest. Wenn Du noch nicht mit RAW gearbeitet hast, lohnt es sich, einfach mal einen Versuch zu starten: Die Vorteile in puncto Qualität wirst Du schnell bemerken.

    FAQ: Häufig gestellte Fragen

    Welche Objektive eignen sich besonders gut für Aufnahmen bei wenig Licht?
    Lichtstarke Festbrennweiten-Objektive mit großen Blendenöffnungen (zum Beispiel f/1.4, f/1.8 oder f/2.0) eignen sich besonders gut für das Fotografieren bei wenig Licht. Sie lassen viel Licht auf den Sensor und ermöglichen kürzere Belichtungszeiten. Auch Objektive mit Bildstabilisierung können hilfreich sein.
    Wie beeinflusst der Einsatz eines ND-Filters das Fotografieren bei wenig Licht?
    Ein ND-Filter reduziert die Menge des einfallenden Lichts und wird daher normalerweise nicht bei wenig Licht eingesetzt. Er ist eher für Situationen mit viel Licht gedacht, um z.B. längere Belichtungszeiten am Tag zu ermöglichen. Bei Schwachlicht-Fotografie ist ein ND-Filter nicht empfohlen.
    Welche Rolle spielt der Weißabgleich bei Nachtaufnahmen?
    Der Weißabgleich ist bei Nacht entscheidend, da verschiedene Lichtquellen – wie Straßenlaternen oder Neonreklame – unterschiedliche Farbstiche verursachen können. Ein korrekter Weißabgleich sorgt dafür, dass Farben natürlicher wirken und die Bildstimmung authentisch bleibt. In RAW kannst Du den Weißabgleich flexibel nachbearbeiten.
    Was kann ich tun, wenn ich weder Stativ noch Auflagefläche habe?
    In diesem Fall solltest Du die Belichtungszeit möglichst kurz halten und dich selbst stabilisieren, z.B. die Ellenbogen an den Körper drücken und kontrolliert ausatmen, bevor Du auslöst. Auch das Anlehnen an eine Wand oder das Aufstützen auf die Knie hilft. Aktiviere zusätzlich den Bildstabilisator und erhöhe notfalls den ISO-Wert.
    Warum können Bilder trotz hoher ISO-Werte unscharf werden?
    Hohe ISO-Werte erhöhen die Lichtempfindlichkeit, aber sie können das Bildrauschen verstärken, was sich negativ auf die Bildschärfe auswirkt. Außerdem führen zu lange Belichtungszeiten schnell zu Verwacklungen, wenn die Kamera nicht stabil gehalten wird. Schneller Autofokus und manuelles Fokussieren können helfen.
    Gibt es spezielle Kameramodi für Situationen mit wenig Licht?
    Viele Kameras haben spezielle Szenenmodi, wie „Nachtaufnahme“ oder „Kerzenlicht“, die automatisch Einstellungen wie ISO, Blende und Belichtungszeit anpassen. Auch ein „Handheld Night“-Modus ist bei manchen Modellen verfügbar, der mehrere Aufnahmen zusammensetzt, um Verwacklungen oder Rauschen zu reduzieren.
    Wie kann ich Sterne oder den Nachthimmel besonders gut fotografieren?
    Für die Astrofotografie solltest Du manuell fokussieren, die Blende möglichst weit öffnen (kleine Blendenzahl), hohe ISO-Werte verwenden und mit dem Stativ mehrere Sekunden lang belichten. Es hilft, vor Ort den Himmel per App zu erkunden und auf möglichst wenig Umgebungslicht (Lichtverschmutzung) zu achten.
    Sind spiegellose Kameras besser für Fotos bei wenig Licht als DSLRs?
    Aktuelle spiegellose Kameras schneiden bei wenig Licht oft besser ab, da sie mit modernen Sensoren und effektiveren Autofokus-Systemen (auch bei Dunkelheit) ausgestattet sind. Zudem bieten sie in der Regel bessere elektronische Sucher, die das Bild bereits vor der Aufnahme aufhellen können.
    Kann die Nachbearbeitung jedes dunkle Foto noch retten?
    Je mehr Bildinformationen im Foto enthalten sind (idealerweise im RAW-Format), desto mehr lässt sich in der Nachbearbeitung herausholen. Sind aber Bereiche komplett schwarz (ohne aufgezeichnete Details), können diese auch mit Software nicht wiederhergestellt werden. Überbelichten lässt sich eher retten als unterbelichten.
    Welche Handy-Apps unterstützen das Fotografieren bei wenig Licht?
    Es gibt spezielle Kamera-Apps wie „NightCap Camera“ (iOS) oder „Camera FV-5“ (Android), mit denen Du Belichtungszeit, ISO und Fokus manuell einstellen kannst. Manche Geräte bieten einen eigenen „Nachtmodus“, der mehrere Fotos aufnimmt und zu einem helleren, rauschärmeren Bild verrechnet.
    Markus
    Markus Rodemacher

    Markus Rodemacher ist leidenschaftlicher Fotograf, Techniknerd und Gründer von Foto-Morgen.de. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Kameratechnik, Bildgestaltung und digitaler Nachbearbeitung – immer mit dem Ziel, Fotografie verständlich und greifbar zu machen. Auf dem Blog teilt er nicht nur sein Wissen, sondern auch seine Neugier und Lust am Ausprobieren. Wenn Markus nicht gerade ein neues Objektiv testet oder in Lightroom versinkt, findet man ihn vermutlich mit der Kamera in der Hand – irgendwo zwischen Sonnenaufgang und goldenem Licht.

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